Antifa in die Offensive – Selbstschutz organisieren

In Siegen treibt der Dritte Weg wieder sein Unwesen.
Mal in größeren oder kürzeren Abständen formiert sich die offen faschistische Partei in der Siegener Innenstadt und veranstaltet dort mit ihren wenigen nicht sehr einladend wirkenden Mitgliedern sogenannte Infostände bei denen sie in Nationalsozialistischer Couleur ihre Propaganda preisgeben. Verwunderlich ist dabei manchmal die Anzahl ihrer Mitglieder die sich dort versammelt, so erscheinen bei einigen Infoständen gerade einmal 4 Mitglieder und zu anderen Terminen werden haufenweise Parteimitglieder und Anwärter mit Bussen und Bahnen aus dem Umland bis vom Sauerland angekarrt.

In ihren Reden bedienen sie sich typischer Rhetorik, um den von ihnen idealisierten deutschen Volkskörper als absolutes zu beschützendes Gut darstellen und antisemitische Vorurteile schüren.
Das Auftreten und die Inhalte dieser Partei, die als Deckmantel für ein Netzwerk aus verbotenen Rechten Terrororganisation dient und einem Verbotsverfahren gegen diese präventiv vorbeugen soll, bilden eine giftige Mischung und Gefahr für die Siegener Bevölkerung. Gerade für MigrantInnen, Muslime, JüdInnen und LGBTQ, welche neben linken und bürgerlichen Kräften mehr oder weniger offen zu den Hauptfeinden der Partei zählen, mag sich in den vergangenen Monaten ein ungutes Gefühl beim Spaziergang in die Siegener Stadt eingestellt haben.

Hier ein paar Daten aus dem Antifa Recherche Portal Siegen:
Seit 2019 steigen die Aktivitäten dieser Partei und damit die Offenheit einiger verwirrter für diese Politik weiter an. Am 25.April fand ein Infostand am Kölner Tor statt, dort wurden alle möglichen Mitläufer und Anhänger der Partei aus den umliegenden Bezirken und Städten nach Siegen angekarrt um ein starkes Außenbild zu schaffen. Durch ihre offene NS-Symbolik und das aggressive wie weltfremde Auftreten ihrer Mitglieder, konnten sie aber nur eins vermitteln: Die ewig zurückgebliebenen wollen wieder offen Angst und Schrecken verbreiten.


15.Juni- Tag der ,,Heimattreue” in Olpe
27.Juli- Infostand unmittelbar zur Demoroute gegen den CSD und ,,Homo-Propaganda“, ,,Verschwulung unserer Kinder” ( Kussverbot nach Ansage der Polizei damit die Faschisten sich nicht provoziert fühlen )

06.August- Infostand ,,Mulitikulti tötet” mit einem Banner ,,Deutschland den DEutschen”
07.September- zwei Angriffe seitens der Faschisten beim Spiel der Sportsfreunde Siegen und im Nachhinein in Bahnhofsnähe
19/25.September- weitere Infostände des dritten Wegs
23.Oktober- Einschüchterungsversuche des 3.Wegs bei einer Kundgebung zum Gedenken an die Opfer und Bedrohten in Halle ( durch Zwischenrufe, aufdringliches Fotografieren und Bezeichnung der Flagge Israels als Judenflagge )
26.10. und 04.11.2019: „Infostände“ zum Thema „Tierschutz“ und „Multikulti tötet“ in Kreuztal vor dem Kaufland.

09.November – Nach einem Infostand zur Aufklärung über den 3. Weg durch ein linkes Bündnis wurden in den darauffolgenden Tagen mehrfach Gruppen von Faschisten in der Siegener Innenstadt gesichtet, teils kam es zu drohenden Äußerungen gegenüber jungen Menschen aus der Punkerszene.

Die in NS Tradition stehenden Faschisten des dritten Wegs werden auch weiterhin versuchen aggressiv in der Stadt Siegen ins öffentliche Geschehen einzuschreiten und gegen linke Politik intervenieren. In der Vergangenheit haben sie bereits versucht Parteien, Vereine und Zentren zu unterwandern, indem sie versucht haben Leute einzuschleusen. Die Zeiten werden wieder stürmischer und Antifaschismus darf kein reiner Lifestyle sein, sondern muss praktische Umsetzung finden. Das Vorgehen der Siegener Polizei, das Versagen der Politik und die Affären des Verfassungsschutzes in Verstrickung mit rechten Netzwerken zeigen ebenfalls: Antifaschismus bleibt Selbstschutz, wir sind die einzigen die es in die Hand nehmen können.

Der Dritte Weg darf in keinster Weise öffentlichen Raum bekommen, oder die Möglichkeit haben eine kulturelle Hegemonie zu etablieren.
Wir sehen immer wieder, wie der Staat Faschisten die Straße frei prügelt und AntifaschistInnen in Knäste wirft. Nur ein antifaschistischer Selbstschutz ist darauf die logische Konsequenz. Soll der bürgerliche Protest bunt und harmlos sein, wir wollen die Faschisten mit allen Mitteln und auf allen Ebenen bekämpfen. Lassen wir sie gewähren, entstehen Zustände, in denen wir Versklavte und Gejagte sind.

Schaffen wir kollektive Strukturen, die im Stande sind, uns, unsere FreundInnen, Verwandten, Brüder, Schwestern, KollegInnen und unsere Viertel vor den Faschisten zu schützen!

Her zu uns! Antifa in die Offensive!