Gewalt an Frauen ist politisch! #keinemehr

Fast jeden Tag wird in Deutschland eine Frau vom männlichen (Ex-)Partner getötet. Diese Taten werden weitestgehend isoliert betrachtet und gesellschaftlich als Phänomen häuslicher Gewalt oder Familiendrama abgestempelt. Dies ist eine starke Verharmlosung der Fälle, so werden diese auch mit Bezeichnungen wie ,,Ehrenmorden“ rassistisch instrumentalisiert oder gerechtfertigt.

Das ganze ist als Ausdruck einer Gesellschaft zu verstehen, in welcher patriarchale Gewalt nicht zu den Ausnahmen gehört. Ob sichtbar durch sexistische Diskriminierung oder Belästigung in der Öffentlichkeit oder am Arbeitsplatz oder unsichtbar getarnt durch geprägte Rollenbilder.

Neben Frauen und Mädchen sind auch trans, inter und nicht binäre Personen betroffen. Deshalb nehmen wir diesen Tag zum Anlass, Femizide als solche zu benennen und die Alltäglichkeit dieser patriarchalen Gewalt sichtbar zu machen.

In einer fortschrittlichen Gesellschaft kann es dafür keinen Platz geben, deshalb sollten wir nicht nur am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen aufstehen, sondern diese Strukturen systematisch hinterfragen und verändern.

In der Hauptstadt Mexikos wurde wegen der massiven Gewalt an Frauen der nationale Notstand ausgerufen.

,,Neben Mexiko-Stadt haben insgesamt 20 der 31 mexikanischen Bundesstaaten den Notstand erklärt, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador stellte in dieser Woche ebenfalls einen Plan für die Sicherstellung von Frauenrechten vor. In Mexiko wird Regierungsangaben zufolge alle vier Minuten eine Frau vergewaltigt, die Aufklärungsquote liegt bei 7 Prozent. 2018 wurden 3.662 Frauenmorde registriert. In der ersten Hälfte 2019 waren es bereits 1.834 Femizide.“

https://blickpunkt-lateinamerika.de/artikel/hauptstadt-ruft-notstand-wegen-gewalt-gegen-frauen-aus-1/?fbclid=IwAR2RQqULM6C9aJ266GDx1iDMt40q4OYWsYuphBVoArVWklEl99m-xbvk0bA


Für ein selbstbestimmtes, solidarisches und gewaltfreies Leben überall!

Gewalt an Frauen ist politisch!

#keinemehr