Seite an Seite gegen Faschismus, Rassismus und Kolonialismus – Migrantische Selbstorganisierung Verteidigen!

Nach der antirassistischen Demo für Geflüchtete in Frankfurt finden Angriffe auf die Genoss*innen von Migrantifa Hessen, Free Palestine FFM und Black Power Frankfurt statt. Der Frankfurter CDU-Bürgermeister Uwe Becker, der seine rechte, reaktionäre Politik auf seine Position als Vorsitzender der DIG ausweitet, nutzt den Klassenstaat, um die Genoss*innen anzuzeigen.

Stramm an seiner Seite stehen aber auch andere bürgerliche, rechte Kräfte, die sich als liberal oder „links“ verkaufen wollen und bis vor kurzem eine heuchlerische Nähe zu Migrantifa vorgegaukelt haben. Wir erkennen klar und deutlich, dass bürgerliche Liberale und rassistische Strömungen sich nur solange in migrantische und antirassistische Kämpfe einzuschleichen versuchen, bis diese tatsächlich die Hegemonie des deutschen Staates angreifen und sich konsequent antirassistisch und damit antikapitalistisch, antiimperialistisch und antikolonialistisch positionieren.

Die Gründe für solchen Verrat am Antirassismus bringen die Genoss*innen von Studis gegen rechte Hetze auf den Punkt: „Das zeigt wiedermal, dass die ‚Palästina-Frage‘ der Prüfstein für konsequente linke internationale Solidarität auf dieser Erde darstellt und aufrichtige Antirassisten, Antifaschisten und Antikolonialisten hervorhebt, während unaufrichtige Mitläufer und Karrieristen sich schnell davonmachen, sobald es Druck von bürgerlich-rechter Seite gibt.“

Wie weit es um echten Antirassismus wirklich steht, zeigt sich daran, dass die Konfliktlinien zur antirassistischen Demo vorrangig zwischen internationalistischen, migrantischen linken PoC und deutschen, weißen, liberalen und pseudo-„linken“ Personengruppen verlaufen. Nur ein Jahr nach Halle sind sich Reaktionäre nicht zu schade in einer Querfront mit Rechtsaußen auf antirassistische Gruppen einzuschlagen und Antisemitismus und mörderischen faschistischen Terror zu relativieren, indem sie ihn mit der internationalen Solidarität mit von Rassismus und staatlicher Unterdrückung Betroffenen gleichsetzen.

Konsequenter Antifaschismus und Antirassismus bedeutet Kampf gegen jeden realen Antisemitismus sowie gegen andere Formen von Rassismus, die der steigende rechte Terror aktueller denn je macht, wie auch internationale Solidarität und die Unterstützung antikolonialer, antiimperialistischer Kämpfe. Als Internationale Jugendgruppe Siegen stehen wir Seite an Seite mit unseren Genoss*innen gegen Faschismus, Imperialismus, Kolonialismus und jeden Rassismus!