Provokationen und Angriffe auf Gedenkveranstaltung durch den dritten Weg in siegen

In Siegen kam es gestern zu einer massiven Störung eines Stolpersteine- Gedenkspazierganges durch Neonazis vom 3. Weg. Dabei wurde die Shoa relativiert, es fielen Begriffe wie „Drecksjuden“ und ein Polizist äußerte sich widerlich relativierend. ( Quelle: Twitter )

Als die von VHS und AMS veranstaltete Führung auf der Koblenzer Straße die einschlägige rechte Kneipe passiert, sind mehrere Neonazis dort anwesend und filmen die Gruppe vom Biergarten der Kneipe aus. Hinweis: Besagte Nazi-Kneipe ist seit einiger Zeit Sponsor des lokalen Fußballclubs SF Siegen1899 . Als die Gruppe in der Schlachthausstraße ist, kommt der Fascho-Stützpunktleiter JB (Julian Bender) mit einem Hund „zufällig“ entgegen spaziert und spricht zunächst kurz mit einem Hundebesitzer, der an der Führung teilnimmt. Die Person erkennt JB zunächst nicht. Als die Führung den dortigen Spielplatz mit 5 Stolpersteinen davor erreicht, beginnt JB plötzlich mit lauten Pöbeleien: Das sei alles eine Lüge. Er bedient zunächst klassisch antisemitische „Argumentationen“ und unterstellt dem Leiter der Veranstaltung „Geldgier“, er würde die Führung doch nur als Geschäftsmann veranstalten und mit „seinen erfundenen Geschichten“ den Leuten die Teilnahmegebühr abknöpfen. In diesem Moment biegen plötzlich 4 Nazis in die Straße ein, die teilweise zuvor in der Kneipe waren und unterstützen JB bei seinem Gepöbel. Es fallen Begriffe wie „Drecksjuden“, „Scheißjuden“, weiterhin wird behauptet, an der Stelle der Stolpersteine hätten weder Juden gelebt, noch wären sie ermordet worden. „Juden hätten gar kein Recht, irgendwo zu wohnen“ Die Teilnehmenden der Führung werden durchweg gefilmt und fotografiert. Als die Polizei gerufen wird und am Ort des Geschehens auftaucht, SAGT EINER DER POLIZISTEN ALLEN ERNSTES „Damit mussten sie doch rechnen, das sowas passiert.“ , Polizei NRW, wie kann das sein? Laut ihrem Beamten tragen JüdInnen und die TeilnehmerInnen der Veranstaltung also eine Mitschuld an antisemitischen Übergriffen und abgesprochenen Störaktionen von Gedenkveranstaltungen.

Siegen sieht Rot! Antisemitischen Angriffen entgegentreten!

Das ganze geschah im übrigen am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur.

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