Sivas Massaker 1993 – Kein vergeben kein vergessen

Der 27. Jahrestag des Massakers von Sivas: Madimak ist ein dunkler Fleck in der Geschichte der Menschheit

Am 2. Juli 1993 wurde in der türkischen Stadt Sivas das Madimak-Hotel von einem Mobb türkischer Faschisten in Brand gesetzt. In Rahmen des Pir Sultan Abdal Festivals (türkischer Dichter alevitischen Glaubens) kamen viele KünstlerInnen und Intellektuelle, ebenso wie ein besonderer Gast des damaligen Gouverneurs von Sivas in die Stadt und übernachteten im Madimak-Hotel. Zuvor versammelte sich eine Gruppe von Tausenden Faschisten am Regierungsplatz, die erst das Regierungsbüro, und dann das Hotel angriff. Die Faschisten zündeten mehrere Autos vor dem Hotel an, bis die mit Brandbeschleunigern auch die unterste Etage des Hotels anzündeten. 35 Menschen, die in Hotel Zuflucht suchten, darunter auch Hotelpersonal, wurden durch den faschistischen Anschlag getötet. Der Dichter, Aziz Nesin, der versuchte, von der Feuerleiter zu klettern, wurde von einem Offizier die Leiter runter geschubst und in die faschistische Menge geschoben, die sich um die Feuerwehtautos versammelt hatte, um zu verhindern, dass das von ihnen gelegte Feuer gestoppt wird.
Wer in Sivas heute vor 27 Jahren getötet wurde, wird mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen in aller Welt, aber vor allem in der Türkei erinnert.
Unter allen Dichtern und SchriftstellerInnen, die von türkischen Faschisten umgebracht wurden, waren viele Sozialisten und haben in der türkischen Literatur einen großen Stellenwert, weil sie für ihr politisches Engagement bekannt sind. Für ein Land, in dem die Völker gleichberechtigt miteinander leben, für ein Land, in dem das Verlangen nach Frieden den Wunsch nach sozial gerechten Ausgleich einschließt.

Erinnern heißt kämpfen! Unutma!

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