Heraus zum revolutionären 1.mai 2020!

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In einem kranken System ist unsere Klasse, die Arbeiterklasse, wie in den vorherigen Jahren vor viele schwierige Probleme gestellt. Das System produziert Krieg und Armut auf den Schultern der Werktätigen und Armen auf der gesamten Welt und verbreitet Elend und Tod. Vor allem in dieser Zeit entlarvt sich die vermeintliche Demokratie in Deutschland, denn sie dient nicht uns, sondern den Konzernen und der Wirtschaft. Ob Kurzarbeit, Wohnungsnot, steigende Arbeitslosigkeit, Kürzungen im Bildungs- und Gesundheitswesen sind nur wenige Symptome des menschenverachtenden kapitalistischen Systems, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind und gegen die wir für unser überleben kämpfen müssen. Besonders in Zeiten der ,,Corona-Krise“ werden die Widersprüche zwischen den Interessen der arbeitenden Bevölkerung und denen der besitzenden und herrschenden Klasse deutlich vor Augen geführt. Die Symptome zeigen, dass die Wurzel der Probleme, der Kapitalismus, in einer nicht aufzuhaltenden Krise steckt und entweder zur blutigen Verelendung der Mehrheit führt oder durch uns aufgehalten werden muss.

Doch warum ist es so wichtig am 1.Mai, dem Tag unserer Klasse auf die Straße zu gehen? Und wie ist dieser Tag entstanden?

Von Streiks und Straßenschlachten zum „Feiertag“
Der Ursprung des 1. Mai, der „Tag der Arbeit“, lässt sich bis zum Jahre 1886 nach Chicago verfolgen. Am 1. Mai 1886 gingen mehrere hunderttausend Arbeiter und Beschäftigte aus vielen tausenden Betrieben auf die Straße in einen mehrtätigen Generalstreik für die Durchsetzung einer Arbeitszeit von 8-Stunden täglich. Warum ausgerechnet der 1. Mai des Jahres für den großen Generalstreik ausgesucht wurde? Weil der „Moving Day“ zum Ersten als Stichtag für die Abschließung von Verträgen galt. Der mehrtägige Streik in Chicago wurde am Haymarket auf brutalste Weise von Polizisten niedergeschlagen. Die Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten war so enorm, dass neben vielen Verletzten auch mindestens 60 Menschen ums Leben kamen. Dieser Tag wurde ab 1890, von der Internationalen Gewerkschaftsbewegung in Paris zum Gedenken an die Opfer der Staatsgewalt, zum 1. Mai jedes Jahres als Kampftag der Arbeiter ausgerufen. Auch in der späteren BRD versammelten sich mehrere organisierte und unorganisierte hunderttausende von Arbeitern und Beschäftigten vor ihren Gewerkschaftshäusern und forderten ihre politischen Rechte ein, während ihre Kundgebungen und Demonstrationen seitens des Staatsapparats niedergeschlagen wurden.
Blutmai
Wir erinnern an die Versammlung von Mitgliedern der KPD am 1. Mai 1929 in Berlin, die trotz des Demonstrationsverbotes auf die Straßen gingen. Während die SPD zusammen mit freien Gewerkschaften ihre „Maifeier“ in Sälen veranstalteten und vom eigentlichen Zweck und Sinn des Kampftages abwichen, standen Linke und Kommunisten Seite an Seite auf der Straße und wurden an diesem Tag niedergeschossen. Den Befehl des „Blutbads“ gab der damalige Polizeipräsident Karl Friedrich Zörgiebel in der SPD, an. Später in der DDR wurde der 1. Mai als „Internationaler Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus“ staatlich eingeführt, heute ist er als „Tag der Arbeit“ bezeichnet. Auch heute werden friedliche politische Versammlungen kriminalisiert und der Staatsapparat versucht seit je unsere Veranstaltungen niederzuschlagen. Der 1. Mai ist der Internationale Kampftag der Arbeiterklasse und Unterdrückten weltweit und an die Demonstrationen gegen Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung müssen wir auf die Straßen gehen. Trotz massiver Provokation und Aggressionen seitens der Polizei muss die Demonstration kämpferisch aufrechterhalten werden. Der Einsatz von Wasserwerfern und Pfeffersprayangriffen können unseren Kampfgeist nicht brechen.
So wie es war und ist, darf es nicht weitergehen!
Eine Welt ohne Krieg, Hunger und Tod wird uns nicht geschenkt, wir können sie nur gemeinsam erkämpfen. Der Besitzende herrscht über den Besitzlosen und deswegen gilt es dieses ausbeuterische System zu entlarven und seine Politik in Frage zu stellen. Wenn die Kapitalisten das Rentenalter erhöhen und Renten, Löhne und Gehälter enorm kürzen, müssen Werktätige und Lohnabhängige auf die Straßen gehen und für ihre politische Mitbestimmung kämpfen. Menschen dürfen auf dem Schauplatz der konkurrierenden imperialistischen Länder nicht zu Opfer fallen. Gegen ihre Spaltungspolitik, ohne die unsere Interessen vereint gefährlich erscheinen für die kapitalistische Weltordnung.
Also los geht’s! Schulter an Schulter gegen das ausbeuterische System!
Heraus zum klassenkämpferischen 1.Mai!

Trotz mehreren Verboten und Auflagen werden wir auch dieses Jahr wieder auf die Straße gehen, wir begrüßen das Vermummungsgebot und rufen dazu auf, rote Halstücher als Mundschutz einzusetzen.
Als weitere Auflage werden Demonstrationsteilnehmer dazu angehalten ihre Namen und Adressen beim Anmelder preiszugeben. Sollten diese Daten bei einer Infektion an den Staat und seine Sicherheitsbehörden weitergegeben werden, widerspricht und bekämpft dies unsere Freiheit und vor allem den Selbstschutz der Kommunisten und Antifaschisten.
Seit kreativ, passt auf euch und eure Genossen auf.